Einmal Parlamentarier für vier Tage

Sonja Hachmann bei „Jugend und Parlament“ in der Bundeshauptstadt

Steffen Kampeter MdB und Sonja Hachmann in Berlin
Steffen Kampeter MdB und Sonja Hachmann in Berlin
„Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwierig ist, gemeinsame Positionen zu finden“, resümiert Sonja Hachmann nach vier Tagen in Berlin. Die politisch sehr interessierte und in der Heimat als stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungen Union engagierte Rahdener Gymnasiastin wollte den „großen Politikbetrieb“ in der Bundeshauptstadt so nah und real wie möglich erleben – die Gelegenheit dazu bot ihr der Bundestagsabgeordnete für Minden-Lübbecke Steffen Kampeter. Auf seinen Vorschlag bekam Hachmann nun die einmalige Möglichkeit zur diesjährigen Teilnahme an „Jugend und Parlament“.

„Jugend und Parlament“ ist ein Planspiel des Deutschen Bundestages, bei dem Schülerinnen und Schüler die Rolle eines fiktiven Abgeordneten einnehmen, um realgetreu politischen Prozesse erleben und nachvollziehen zu können. Als Abgeordnete ‚Katja Kampmann‘ erfuhr Hachmann so wie die Gesetzgebung funktioniert oder wie die Verhandlungs- und Entscheidungsprozesse der Bundespolitik ablaufen; aber auch und vor allem wie Beschlüsse gefasst und dafür die entsprechenden Mehrheiten gewonnen werden können.

Aktuelle Themen aus den Bereichen Energie, Pressefreiheit, Bildung und Wahlrechtsfragen bestimmten die diesjährige Agenda des Planspiels. Für dieses wurden neben der Rahdener Schülerin insgesamt 312 jungen Nachwuchspolitiker nominiert. „In verschiedenen Arbeitsgruppensitzungen hatten wir hierzu vier verschiedene Gesetzesvorlagen inhaltlich besprochen und anschließend in Fraktionssitzungen darüber abgestimmt – brandaktuell auch zur Energiewende“, berichtete Hachmann im Gespräch mit Steffen Kampeter. „Die Debatten waren lang und in den Diskussionen wurde schon mal heftig gestritten – es war enorm schwierig, Kompromisse zu finden und sich auf eine gemeinsame Position zu einigen“, so Sonja Hachmann. „Dennoch, es war spannend und sehr interessant – wie die vier Tage in Berlin insgesamt.“

Diese Begeisterung freute Steffen Kampeter und verabschiedete Hachmann als „potenzielle Nachwuchspolitikerin aus Rahden“. „Mir ist es sehr wichtig, dass vor allem die jüngere Generation erfährt, dass unsere Demokratie eben auch von der strittigen Auseinandersetzung lebt“, so Kampeter. Daran anschließend formulierte Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert denn auch die zentrale Botschaft von „Jugend und Parlament 2011“: Die Parteien sind immer nur so gut wie diejenigen, die sich in engagieren.

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